Historie

Vom DDR-Mauerblümchen zum internationalen Drahtgitter-Experten

Die Wurzeln von WDM liegen in den 60er Jahren. Auf dem VII. Parteitag der SED 1967 setzte sich die Forderung durch, die Eierproduktion wegen des wachsenden Bedarf zu steigern. Dazu entschlossen sich die Genossen aufgrund mangelnder Erfolge von Massentierhaltung in Holzställen, industrielle Käfighaltungssysteme zu verwenden. In Düpow wurde dafür der Volkseigene Betrieb „Ausrüstungskombinat für Kleintier- und Geflügelanlagen“ gegründet. Die dafür benötigten Drahtgitter für die Käfigsysteme, Transportkäfige und Entmistungsvorrichtungen wurden fortan aus Wolfshagen bezogen, wo seit 1952 eine Maschinen-Traktoren-Station stand, die für die Produktion entsprechend umgebaut werden konnte. Auch wenn es die alten Aufnahmen nicht vermuten lassen, befand sich in Wolfshagen zu DDR-Zeiten eine der modernsten Industrieanlagen des Kreises Perleberg.

DDR

DDR-Zeit

Damals wurden Drahtgitter größtenteils in UDSSR-Länder exportiert, da der inländische Bedarf recht schnell gedeckt werden konnte. Hans Dedek fing 1968 als Lehrling in Wolfshagen an und übernahm die Leitung für das Werk 1984. Eigentlich hatte das Drahtwerk nach der Wende gute Aussichten, da erst 1989 zwei neue Punktschweißmaschinen angeschafft wurden. Doch während ein Übernahmekandidat nach dem anderen abwinkte, brach der russische Absatzmarkt weg. Nun war unternehmerischer Wagemut gefragt: Es schlug die Geburtsstunde der WDM.

Privatisierung

Privatisierung

Mit 18 Mitarbeitern wurde am 1994 die WDM durch die Herren Dümke und Dedek gegründet. Ein Jahr später löste Herr Garthaus Herrn Dümke als Geschäftsführer ab. Anschließend begannen umfassende Sanierungsarbeiten und der Aufbau des Kundenstamms. „Ich bin 1996 über 60.000 Kilometer gefahren. Wir mussten uns ja überall vorstellen, uns erst mal einen Namen machen.“ resümierte Garthaus und Dedek kommentierte dazu: „Deine Fahrtroute konnten wir nachvollziehen an den Anfragen, die bei uns durchs Fax kamen.“ Durch ein für damalige Verhältnisse gut ausgeprägtes EDV-System konnten Angebote meist noch am selben Tag zurückgefaxt werden.

Etablierung

Etablierung

Dank des wachsenden Markts und dem Aufkommen von Gabionen konnte WDM sich schnell konsolidieren: Nach zehn Jahren hatte sich der Umsatz bereits versechsfacht. Für die mächtige Platzerweiterung wurden Investitionsmittel geschickt eingesetzt. 1997 dann der erste große Neubau: Eine Versandhalle und die erste MG 900 Schweißmaschine. Der Neubau der Fertigung 2 erfolgte 2003. Die Produktlinien breiteten sich von Geflügelausrüstung aus in Bereiche wie Gabionen und Spezialbewehrungen. Sechs Jahre später folgten Roboter, die fortan die Gitterfertigung unterstützen. 2010 kam es zur erneuten Erweiterung: Die Endfertigung erhielt eine neue geräumigere Halle.

Gegenwart

Gegenwart

Heute ist WDM Marktführer im Bereich punktgeschweißte Drahtgitter. 2016 haben ca. 13.000 t als fast 9 Mio. Drahtgitter auf ca. 1.000 LKWs unser Werk verlassen. Die Mitarbeiterzahl steigt und die Ausbildungsquote liegt bei 5-10%. Unsere flexible Personalstruktur ermöglicht es uns stets kurze Lieferzeiten anzubieten. Es wurden über 20 Mio. Euro investiert, um der stetig wachsenden Nachfrage gerecht zu werden und für die Kunden ein optimales Produktionsportfolio anbieten zu können. In 2017 ist eine weitere hochmoderne Schweißmaschine dazugekommen. Mit Unternehmergeist und Dynamik ist es WDM gelungen sich zum deutschen Marktführer zu entwickeln.